HOW RUSSIAN MEDIA FOMENTS HOSTILITY TOWARD THE WEST

Mit freundlicher Unterstützung des ukrainischen Generalkonsulats und der ukrainischen Botschaft in Berlin und in Kooperation mit dem Clausewitz Netzwerk für strategische Studien erlebten die Zuhörer beim GIDS #experttalk einen informativen Abendvortrag zu einem Thema, das in der westlichen Berichterstattung wenig Beachtung findet. Das GIDS begrüßte Frau Liubov Tsybulska, Leiterin der Studiengruppe des Ukraine Crisis Media Center in Kiew zu ihrer neuen Reihe #experttalk, die ganz bewusst in die Tradition der ehemaligen Blankeneser Gespräche gestellt worden ist. Die Studie, die unter anderem bereits im Pentagon, im schwedischen Außenministerium, der französischen Nationalversammlung, der Parlamentarischen Versammlung des Europarates, im Chatham House und dem NATO Public Diplomacy Forum präsentiert worden ist, wurde nun auch in Deutschland vorgestellt.

Der Einfluss der russischen Medien

Das Forschungsteam der Nichtregierungsorganisation Ukraine Crisis Media Center hat im Zeitraum von 2014 bis 2017 eine umfassende Studie über den Inhalt von mehr als 540.000 Nachrichten auf russischen Fernsehkanälen sowie im Internet durchgeführt. Ihre Ergebnisse über die Schlüsselnarrative lassen aufhorchen. Nach dieser Studie liegt Deutschland unter allen europäischen Ländern auf Platz drei der Länder mit negativer Berichterstattung durch die russischen Medien. Insgesamt zeigt die Studie auf, wie stark die untersuchten Medien Einfluss auf die Meinungsbildung und das Verhalten der Bevölkerung haben. Ein Resultat der medialen Beeinflussung stellt beispielsweise die Zahl der nach Europa ausgewanderten Russen dar. In Folge der negativen Berichterstattung über Europa ist die Zahl derjenigen aus der russischen Bevölkerung, die nach Europa auswandern wollten, in den letzten fünf Jahren von 20 Prozent auf zehn Prozent gesunken.

Die Inhalte der Studie werden an dieser Stelle nicht einzeln wiedergegeben. Jedoch können Sie die Präsentation hier abrufen.

Dem Vortrag folgte eine kritische und offene Diskussion mit den Zuhörern, die auch ihre Anmerkungen zum methodischen Vorgehen, jedoch auch zu den Aussagen machten.