Was kann Wissenschaft für Bildung und Weiterbildung im Bereich der Führung leisten?
#GIDSessay 2/2026 | 1. Oktober 2026 | Autor: Wolfgang Peischel | Foto: Bundeswehr / Christian Gelhausen
Rein sicherheitspolitische Analysen und die Extrapolation ihrer Ergebnisse reichen nicht mehr aus, um tragfähige Grundlagen für verantwortungsbewusstes Führungshandeln zu bieten, so der Autor des vorliegenden Papiers. Zugleich werde die Notwendigkeit, Führung auf ein wissenschaftliches Fundament zu stellen, vielfach in Abrede gestellt. Dies führe dazu, dass Führung zum Handwerk degradiert und sie weit unter Wert geschlagen wird – also die Leistung, die sie erbringen könnte, nicht erbringen darf und so aus der Rolle der Politikberatung hinausgedrängt wird. Gebraucht werde aber eine führungswissenschaftliche Disziplin mit einer spezifischen Methodik, die es erlaubt, tragfähige Grundlagen für künftiges Führungshandeln bereitzustellen, nicht erst „in der Dämmerung“, sondern proaktiv und zutreffend.
Zum Autor: Brigadier i.R. MMag. Dr. habil. Wolfgang Peischel, PhD, absolvierte die Generalstabsausbildung, war unter anderem Kommandant des Jägerregiments „Wien“ und leitete bis 2021 die Österreichische Militärische Zeitschrift. Von 2015 bis 2021 fungierte er als Präsident der European Military Press Association, zwischen 2018 und 2019 als Präsident der International Society for Military Sciences. Er ist Mitglied der Wissenschaftskommission beim Bundesministerium für Landesverteidigung und Vortragender an der Sicherheitsakademie des österreichischen Bundesministeriums für Inneres.
