„What to Watch“

Nach dem 7. Oktober 2023 hat der Nahe Osten eine Reihe fundamentaler Umbrüche erfahren, welche die gesamte Region betreffen. Nach dem schweren Angriff durch iranische Stellvertreter hat sich Israels Verteidigungsdoktrin grundlegend hin zu einer präemptiven Bekämpfung latenter und akuter Bedrohungen gewandelt. Dies zeigt sich in Gaza, Libanon, Syrien und dem Iran. Die hierdurch in kurzer Zeit eingetretenen politischen Veränderungen sind tiefgreifend und werden den Nahen Osten nachhaltig prägen. Dieses Statement gibt einen Einblick darin, welche Faktoren beobachtet werden sollten, um die in naher Zukunft stattfindenden Entwicklungen im Nahen Osten absehen zu können.

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Der 12-Tage-Krieg

Im Juni 2025 startete Israel einen ersten militärischen Angriff auf das iranische Nuklearprogramm und weitere strategische Ziele. Damals gelang es den Israel Defense Forces (IDF) innerhalb weniger Tage, über die Hälfte der iranischen Raketenabschussrampen zu zerstören und das ballistische Raketenarsenal erheblich zu dezimieren. Zudem wurde die nukleare Infrastruktur in Natanz, Isfahan und Fordo bombardiert, wobei Letzteres vom U.S. amerikanischen Militär angegriffen wurde. Für den Erfolg dieser Operationen waren die Lufthoheit über weiten Teilen des iranischen Territoriums und die Integration verschiedener militärischer Fähigkeiten ausschlaggebend. Entsprechend ist aus militärischer Sicht anzunehmen, dass diese komplexen militärischen Operationen auf jahrelangen Planungen basierten. Ziel dieses Statements ist es, das israelische Rational hinter dem 12-Tage-Krieg zu beleuchten, um ein belastbares strategisches Verständnis der sicherheitspolitischen Lage im Nahen Osten zu ermöglichen. Dabei liegt der Fokus auf der im öffentlichen Diskurs wenig beachteten militärstrategischen Perspektive.

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Das Scheitern der iranischen Verteidigungsstrategie

Das vorliegende Policy Paper zeichnet aus militärstrategischer Perspektive die Phasen und Ursachen des militärischen Scheiterns der Islamischen Republik nach. Exemplarisch wird dies dargestellt: anhand der vom Iran eingesetzten Milizen, ihres langjährigen Oberbefehlshabers, der Folgen des 7. Oktober 2023 sowie der Iran-Politik beider Trump-Administrationen.

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Newsletter März 2026

Als sicherheits- und verteidigungspolitisch interessierte Leserinnen und Leser unseres Newsletters sind Ihnen die Entwicklungen der letzten Wochen nicht verborgen geblieben. Die Lage in Iran ist entsprechend Gegenstand aktueller Beiträge und kommender Analysen aus dem GIDS. Unterdessen hat sich unser Haus weiter vernetzt und reorganisiert. Zunächst wurde das GIDS als Kooperation zwischen Führungsakademie der Bundeswehr und Helmut-Schmidt-Universität auf das Fundament einer neuen Rahmenvereinbarung gestellt. Lesen Sie hierzu mehr in unserem neuen Newsletter.

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Das Ende der Islamischen Republik?

Im Iran brechen seit Jahren immer wieder Proteste gegen die Regierung aus, die üblicherweise gewaltsam niedergeschlagen werden. Die Proteste beweisen ebenso wie die schnelle und brutale Antwort des Regimes, dass ein fundamentales Missverhältnis zwischen großen Teilen der iranischen Bevölkerung und den Regierenden besteht. Entsprechend drängt sich der Eindruck auf, dass die islamistische Theokratie einen ihr bald bevorstehenden Wendepunkt möglicherweise nicht überlebt: Revolutionsführer Ajatollah Khamenei ist 83 Jahre alt und laut Medienberichten seit Längerem erkrankt.

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„Arabischer Frühling“ reloaded?

Der Libanon und der Irak sind zwei Staaten mit völlig unterschiedlicher Historie, ethnischer und religiöser Zusammensetzung und unterschiedlichen geografischen Gegebenheiten. Der Libanon ist bis heute geprägt vom 15-jährigen Bürgerkrieg, der erst 1990 ein Ende fand und in einem politischen System mündete, das auf Ausgleich zwischen den vielen in dem kleinen Land beheimateten Religionsgruppen setzt. Der Irak ist gezeichnet von den Dekaden der Baath-Diktatur unter Saddam Hussein und den Folgen der amerikanischen Besatzung ab 2003.

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Bahnt sich ein Konflikt zwischen den USA und dem Iran an?

Während die USA bereits vor über einem Jahr aus dem Joint Comprehensive Plan of Action (JCPOA) ausgetreten sind, spitzt sich die politische Situation zwischen den USA und dem Iran seit einigen Monaten deutlich zu. Nachdem am 15. April die US-amerikanische Einstufung der iranischen Revolutionsgarden (IRGC) als Terrororganisation in Kraft getreten ist, wurde auch in Deutschland und in der Europäischen Union über eine mögliche Einstufung der IRGC als Terrororganisation diskutiert.

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